Last Updated on 4. November 2026 by Katja Reetz Visualcoaching
Auch diesen Monat folge ich der Einladung von Linda Kunze und teile 7 Gedanken, die mich im Oktober beschäftigt haben.
Ich bin jedes Mal wieder überrascht und berührt, welche Gedanken es am Ende sind, die so präsent waren, dass sie einen Platz in dieser Auflistung ergattern.
Ja klar hilft die Struktur, die Linda vorgibt. Aber sobald ich meinen ersten Gedanken niedergeschrieben habe, kommen die restlichen Gedanken fast von selbst.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen und bin gespannt, welche Gedanken dich im Oktober beschäftigt haben. Teile es gerne in den Kommentaren mit mir.
1. Die Natur als Spiegel: Warum wir Veränderung lieben sollten
Der Herbst ist seit einigen Tagen in seiner ganzen Pracht präsent. Und während ich, glücklich bei einer meiner täglichen Runden durch den Wald, ganz gefangen war von den Veränderungen der Natur, ist mir bewusst geworden, dass ich den Herbst (ebenso wie den Frühling) deswegen so mag, weil sie Veränderung per se verkörpern.
Ich mag auch bestimmte Dinge am Sommer und am Winter, aber mit den Übergangszeiten fühle ich mich auf eine andere Art verbunden. Vielleicht geht es dir da ja ähnlich oder du ahnst, was ich meine. Im Herbst kann ich die Natur besser spüren, unmittelbarer. Ich ertappe mich z. B. dabei, wie ich minutenlang die Färbung der Blätter studiere oder mich der Nebel über den abgeernteten Feldern in seinen Bann zieht.
Der Gedanke, dass ich jemand bin, der Veränderung liebt – egal in welcher Form –, drängt sich da natürlich auf. Und tatsächlich: Veränderungen fordern mich auf eine spielerische Art und Weise heraus, die ich als sehr belebend empfinde.
Und genau diese Energie spiegelt sich auch in meinen Gedankenkritzeleien wieder oder generell in meiner Arbeit als strategische Gestalterin, visuelle Architektin und Prozessbegleiterin.

2. Ein Jahr der Tiefe: Erkenntnisse aus der Jahresintervention
Die Jahresintervention bei Juliane Speer hat diesen Monat ihr Ende gefunden. Ein Jahr mit jeder Menge neuer Erkenntnisse, neuem und vertieftem Wissen rund um die Energiearbeit und der ehrlichen Begegnung mit mir selbst. Wir haben uns in diesem Jahr mit Themen wie Präsenz, dem 7er-Zyklus, Autoimmunkrankheiten und Hingabe beschäftigt.Weiter ging es mit dem Thema Dualität und der Frage nach der Urschuld. Wir sind eingetaucht in unser eigenes Naturell,haben gefragt, in welchen Momenten uns die Sehnsucht Wegweiser sein kann und was es braucht, um in die volle Verkörperung des eigenen Potentials zu kommen.
Es war ein spannendes und intensives Jahr, und ich habe die letzten Tage noch mal dafür genutzt, den Chatverlauf der Gruppe zu lesen. Und auch wenn ich darum weiß, dass ich mich statt mit anderen lieber mit meinem ICH von vor einem Jahr vergleichen soll, um den eigenen Fortschritt, die Veränderung und die Entwicklung zu sehen, hat sich das in den Chats sehr deutlich abgezeichnet.
Und es passt ganz wunderbar zu meiner Antwort auf die Frage, die Juliane uns im letzten Call gestellt hat: Was erkenne ich heute, was ich vor einem Jahr noch nicht erkennen konnte? Meine Antwort: Das Potential meiner Klarheit & meine große innere Stabilität und Stärke.


3. Zu Fuß im Teutoburger Wald: Wenn das Gehen Gedanken in Bewegung bringt
Die fünfte Etappe des Hermannsbergs is in the books. Diesmal ging es von Dissen nach Halle Westfalen, und ich bin sehr dankbar, dass uns die miserablen Wettervorhersagen (90 % Regenwahrscheinlichkeit) nicht davon abgehalten haben, unseren Plan in die Tat umzusetzen. Am Ende hat es genau fünf Minuten geregnet, und ansonsten konnten wir bei herrlichem Herbstwetter die 20 km lange Wanderung durch den Teutoburger Wald genießen.
Sich zu Fuß auf den Weg zu machen und die eigene Kraft zu spüren, ist etwas Besonderes. Sie zeigt einem, was alles möglich ist, auch wenn zwischendurch die Füße schmerzen. Eine Wanderung bringt Dinge in Bewegung. Nicht nur den eigenen Körper, sondern eben auch festgefahrene Gedanken und Emotionen. Am Ende des Tages kommt man körperlich erschöpft, aber mental sehr zufrieden an seinem Ziel an. Und dieses Ziel ist selten ein Endpunkt, sondern immer der Anfang von etwas Neuem.

4. Aktiv werden gegen die Hitze: Die Initiative des „Abpflasterns“
Diesen Monat ist es kein Satz, der hängengeblieben ist und den ich mit euch teile, sondern eine Initiative, die gerade von Holland auch nach Deutschland rüberschwappt: Das sogenannte Abpflastern. Da geht es darum, möglichst viel Fläche, die mit Pflastersteinen oder Gehwegsplatten versiegelt ist und somit im Sommer die Hitze hält, aufzubrechen und durch Grünflächen zu ersetzen.
In Holland ist zwischen einzelnen Kommunen und Gemeinden ein regelrechter Wettbewerb ausgebrochen, wer am meisten Steine loswird, und ich hoffe sehr, dass es auch hierzulande dazu führt, dass Menschen aktiv werden.
Ich finde die Initiative niedrigschwellig, unterhaltsam und sinnvoll. Und eine super Gelegenheit, mit den Nachbarn ins Gespräch zu kommen und etwas zu bewirken. Nach Hartmut Rosa übrigens eines der besten Mittel gegen Erschöpfung. Und ganz nebenbei setzen wir den vielen schlechten Nachrichten, die uns tagtäglich erreichen, damit einfach etwas Positives entgegen. Also: Link zum Video teilen und möglichst vielen Menschen schicken!
5. Vom Zweifel zur Selbstverständlichkeit: Mein veränderter Blick auf Energetik
Damit hatte ich Anfang des Monats nicht unbedingt gerechnet. Aber tatsächlich hat sich meine Einstellung zum energetischen Arbeiten in diesem Monat noch mal weiter verändert.
Kurz zur Erklärung: Ich bin ein sehr bodenständiger und pragmatischer Mensch. Energetik war und ist mir auch heute noch oft zu abgehoben. Zu viel Gold und Glitzer und zuckerwatteweiche Leichtigkeit. Trotz meiner Ausbildung zum Energetic Soulwork Coach 2024, in dem ich meiner Ahnung nachgegangen bin, dass es da etwas gibt, was über unseren menschlichen Verstand hinausreicht, blieben auch Zweifel und Skepsis und die Unsicherheit, ob all das, was ich so wahrnehmen, nicht doch nur meinem spinnerten Verstand zuzuschreiben ist.
Im Oktober hat sich daran etwas geändert. Energiearbeit oder Energetik ist für mich nicht mehr nur ein Add-on (etwas,was ich auf Rückfrage anbiete), sondern selbstverständlicher Bestandteil meines alltäglichen Lebens geworden. Egal, ob ich ein Angebot schreibe und das Feld im Vorfeld von möglichen Blockaden des Mangels löse oder ob ich die kollektive Energie von Anspannung und Stress nicht länger als meine eigene Energie akzeptiere.
Ich nehme wahr (wissend, sehend, fühlend) und nehme an, dass Energie Teil meines Lebens ist.
Die Tatsache, dass ich im Oktober wirklich viel gemeinsam mit einer Kollegin zusammengearbeitet habe, hat dazu sicherlich entscheidend beigetragen.
6. Perfektion auf dem Prüfstand: Was Pop-Art über unseren Alltag verrät
Mitte Oktober war ich beruflich in Köln und habe die Gelegenheit genutzt, in das Museum Ludwig zu gehen. Die Fotoausstellung, die ich eigentlich sehen wollte, war leider gerade vorbei, daher habe ich mir die Pop-Art-Sammlung angeschaut und war fasziniert, die Bilder von Künstlern, mit denen ich groß geworden bin und die wohl die meisten von uns kennen, dort im Original zu sehen.
Nicht zum ersten Mal. Und doch zum ersten Mal seit vielen Jahren.
Yves Kleins Blau ist nach all den Jahren unübertroffen, leuchtend, strahlend und von ungeheurer Tiefe. Während Andy Warhols Brillo-Boxen so lapidar und billig wirkten, dass ich mich einen Moment gefragt habe, ob es sich denn wohl tatsächlich um das Original handelt oder eben nur um eine billige Kopie.

Aus heutiger Perspektive erschienen die aus Sperrholz bemalten Kisten banal. Nicht die Idee dahinter. Die ist brilliant und fasziniert mich bis heute. Ich rede tatsächlich von der Umsetzung.
Einen Gedanken weiter war ich schnell bei unserem heutigen Alltag, der oft auf Hochglanz poliert ist und Perfektion par excellence suggeriert. Und daraus folgend bei der Erkenntnis, dass eben dieser Hochglanz etwas mit uns macht. Oft scheinen uns die Dinge nicht gut genug, unser Anspruch an uns und auch an unsere Umwelt wird immer höher, das eigene Versagen aufgrund dieses Perfektionsanspruchs vorprogrammiert. Und auch unsere Nachsicht mit Fehlern oder Unzulänglichkeiten wird davon beeinflusst – meiner Meinung nach eher ins Negative.
Ich bin ganz gespannt, ob du diesem Gedanken folgen kannst und ob du die heutige Welt ähnlich wahrnimmst. Und als Tipp: Nimm doch gerne einfach mal selber den Pinsel in die Hand und traue dich, das hässlichste Bild zu malen, das du malen kannst! Es ist herrlich befreiend, und ich bin sicher, dass am Ende dort auf dem Papier etwas entsteht, was für jemand anderen dennoch eine Bedeutung hat.
7. Blick nach vorn: Uni-Seminare, KI und das echte visuelle Denken
Der November wird noch einmal knackig, denn ich habe ein paar sehr schöne Events für den Dezember geplant. Du kannst gerne schon mal hier gucken, was dich dort erwartet.
Ansonsten freue ich mich im November auf zwei spannende Seminare für die Uni Osnabrück und die Uni Hannover. Gerade in Hannover bin ich gespannt, wie mein Seminar „Visuelles Denken“ von den Studierenden dort in diesem Jahr angenommen wird.
KI ist zunehmend auf dem Vormarsch, fasst Inhalte spielend leicht zusammen und erstellt daraus auch ganz passable Visualisierungen. Wenn es also „nur“ um die Punkte geht, die die Studierenden für das Seminar bekommen, dann macht es für sie wenig Sinn, sich die Mühe zu machen, selber zu zeichnen.
Und doch passiert natürlich etwas ganz anderes beim Visualisieren und Zeichnen, was keine KI uns jemals abnehmen kann: Wir verknüpfen neue Informationen mit bereits vorhandenem Wissen, so dass etwas Neues entstehen kann. Gleichzeitig lernen wir, zwischen relevant und irrelevant zu unterscheiden – eine Kompetenz, die in einer immer komplexer werdenden Welt Gold wert ist. Und last but not least strukturiert das Visualisieren unser Denken und unseren Blick auf die Welt.
Ich lasse dich in jedem Fall wissen, wie das Seminar gelaufen ist und ob ich es auch in Zukunft bzw. in dieser Form anbieten werde.
Und du? Welcher Gedanke aus dem Oktober schwingt bei dir noch nach? Hast du vielleicht auch schon die ersten Pflastersteine im Garten im Visier oder wie nimmst du den Übergang in den November wahr? Schreib es mir super gerne in die Kommentare! Wenn du magst, begleite ich dich auch im November sehr gerne bei deinen nächsten Schritten – schau einfach vorbei oder schreib mir direkt!
Strategische Gestaltung | Visuelle Architektur | Prozessenergie






