Energiearbeit Tools & Rituale

Ich arbeite nicht am Purpose. Ich arbeite aus ihm heraus.

Portraitaufnahme einer Frau mit Hund im Wald.

Last Updated on 5. August 2025 by Katja Reetz Visualcoaching

Zwei Business, zwei Purpose? Manchmal bringt mich das ins Straucheln. Und das sind die Momente, in denen ich eintauche in mein WARUM, in meine Bestimmung, aber vor allem in meinen Seelenplan.

Ich tue, was ich tue. Mit Leidenschaft, Begeisterung und Engagement. Ich begleite als Visualisiererin & Beraterin Unternehmen und Organisationen durch ihre Strategie-, Wachstums- und Entwicklungsprozesse. Visuell und energetisch. Ich mache sichtbar, was bewegt und bewegt werden will und kreiere Klarheit für nachhaltige und erfolgreiche Veränderung.

Als Coachin begleite ich Frauen in persönlichen und/oder beruflichen Umbruchsituationen durch ihren individuellen Prozess der Veränderung hindurch. Tauche mit ihnen ein, in ihre ganz eigene Veränderungsdynamik, um auch hier Klarheit zu schaffen und Stabilität zu kreieren.

Tief in meinem Herzen weiß ich, dass das was ich tue, genau das Richtige ist. In seiner Vielseitigkeit, in der Weite der Möglichkeiten und in der Tiefe der Begleitung. Tief in meinem Herzen brauche ich keinen perfekt formulierten Purpose. Ich lasse mich führen mit dem Vertrauen, dass die Menschen, die sich von meiner Arbeit und meiner Person angesprochen fühlen und die Frequenz dahinter spüren.

Vertrauen ist gut. Und noch viel besser ist es, wenn ich dem Vertrauen auch ein solides WARUM zur Seite stelle.

Um mein Vertrauen in mein eigenes Tun mehr zu stärken und Zweifeln, die natürlich auch mich immer mal wieder ereilen, keinen Nährboden zu bieten, tauche ich dennoch regelmäßig ein, in die Frage nach meinem WARUM, meiner Bestimmung, meinem Purpose. Auf sehr unterschiedliche Art und Weise.

Purpose & Co – welche Rolle meine Intuition dabei spielt

Ich bin ein eher unlineares Wesen. Zu viel Struktur, zu viel Strategie in meinem eigenen Business schränkt mich ein. Gleiches gilt natürlich auch, wenn ich mich mit meinem Purpose auseinandersetze. Für viele ist z.B. die IKIGAI-Methode wahnsinnig hilfreich, um dem eigenen WARUM näher zu kommen. Mich schränkt diese Methode ein. Alles in mir zieht sich zusammen und fühlt sich genervt. Ich brauche eine eher intuitive Herangehensweise. Eine die mir Schleifen erlaubt und die das Feld aufmacht, statt es künstlich einzuschränken.

Vielleicht ist die wichtigste Erkenntnis für mich bei der Beschäftigung mit meinem Purpose: Es gibt nicht die EINE Methode oder das EINE Tool für mich, das mir für immer und ewig Klarheit schenkt. Stattdessen braucht es:

  • Geschmeidigkeit, Offenheit und Neugierde, für das was sich zeigen will und im Umgang mit den Möglichkeiten. Weit weg von engen Strukturen oder Definitionen.
  • Es braucht Freude daran, mir selbst zu begegnen. Mit meinen Widersprüchen, mit meinen Stärken und mit meinen Schwächen.
  • Kreativität und Spielfreude sind für mich absolute “must haves”, ansonsten fühlt sich die Arbeit mit meinem Warum schnell zäh und schwer an.
  • Außerdem braucht es für mich die Möglichkeit wirklich tief tauchen zu können, um hinter den üblichen Kladderadatsch zu schauen und sich nicht mit dem erstbesten zufriednen zu geben.

Warum ein einfaches “WARUM” mich meinem Purpose näher bringt

Eine Möglichkeit, die für mich gut funktioniert und die drei oben genannten Punkte erfüllt ist die einfache Frage WARUM. Diese stelle ich mir nicht einmal, sondern viele Male hintereinander. D.h. ich starte mit einem ersten Warum. Dem WARUM, dass mir spontan als erstes einfällt. Hier bin ich definitiv großzügig. Ich weiß, dass nichts davon in Stein gemeißelt ist und dieses erste WARUM erste der Anfang der Entdeckungsreise ist.

Auf das erste WARUM folgt ein nächstes. D.h. ich hinterfrage meine erste Antwort, die ich spontan gebe, mit einem WARUM. Warum ist das (für mich) so? Hier braucht es ein bisschen Übung. Denn je klüger die nächste Frage gestellt ist, desto tiefer kann die Antwort auf dieses nächste WARUM ausfallen. Als Beispiel:

Meine erste Antwort auf die Frage “Warum begleite ich andere Menschen?” lautete: “Es geht um Erkenntnisse.” Die zweite Frage, hätte lauten können: “Warum geht es um Erkenntnisse?” Ich habe die Frage etwas differenzierter gestellt und gefragt: “Warum sollen sich die Frauen, die ich begleite, erkennen?” Spüre gerne hinein, ob du den Unterschied in der Fragestellung spüren kannst. Am Ende hatte ich 5 vertiefende und mich weiterführende WARUM-Fragen auf meine zuvor gegeben Antworten gestellt.

Wenn die Worte fehlen, greife ich zum Stift und zeichne

Manchmal fehlen mir die Worte, um meinen Purpose in klare Sätze zu packen. Das geht mir immer dann so, wenn es vor allem die Frequenz meines Purpose ist, die ich wahrnehme und spüre. In solchen Momenten greife ich zu Stiften und Farben. Zeichnend begebe ich mich dann auf Entdeckungsreise und taste mich an meine eigene Wahrnehmung heran. Die folgenden Fragen begleiten mich beim Zeichnen:

  • Welche Form hat mein Purpose?
  • Hat die Frequenz, die ich wahrnehme eine bestimmte Farbe, eine Konsistenz?
  • Fühlt sich mein Purpose eher homogen an oder fragmentiert, spitz oder rund?
  • Wo befinde ich mich in Bezug auf meinen Purpose?
  • Welches Material will ich nutzen, um dem Purpose einzufangen. Zeugt es sich eher luftig und nach Aquarell an oder erdig und nach Ölmalkreide?
  • Gibt es Elemente, die sich überlagern?

Auch wenn ich diese Frage klar benennen kann, ist der zeichnerische Prozess sehr intuitiv. Ich checke beim Kritzeln und Zeichnen immer wieder mit mir selber ein. Fühlt sich das stimmig an oder braucht es etwas anderes. Oft spiegelt das entstandenen Bild genau diesen Prozess wieder und mir wird durch die zeichnerische Auseinandersetzung bewusst, wo es sich lohnt noch mal tiefer einzutauchen.

Das Material das ich intuitiv zum Zeichnen nutze, verrät mir immer auch etwas über meinen Purpose.

Manchmal braucht es den Blick von Außen, um den eigenen Purpose zu entdecken

Manchmal will sich keine Klarheit einstellen. Dann spüre ich, dass es eine Nachjustierung meines Purpose braucht, kann aber überhaupt nicht sagen, in welche Richtung. Ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht, bin im Widerstand oder reagiere trotzig. Und für all’ dies liegt die Ursache selten im Purpose selbst.

In solchen Momenten braucht es einen klaren Blick von Außen. Jemand, der

  • das offensichtliche sieht, weil er viel weniger involviert ist
  • ein Sparringspartner ist, um an den entscheidenden Punkten zu motivieren
  • Jemand, der mich daran erinnert, die Neutralität und die Klarheit einzuladen, statt der Überforderung unnötigen Raum zu schenken
  • Es braucht Jemanden, der mit mir gemeinsam die Perspektive wechselt.

Und mit diesem Blick von Außen, erkenne ich auf einmal, wo die Blockade liegt. Z.B. in der Angst vor dem eigenen Potential. Ich kann erkennen, dass der Widerstand vielleicht gar nicht mein eigener Widerstand ist, sondern der meines Partners, der sich vernachlässigt fühlt. Oder ich lerne, dass mich die Vielfalt erst ausmacht und es nicht ratsam wäre, den Wald abzuholzen, um nur noch auf einen Baum zu setzen.

Fazit

In diesem Sinne, lade ich auf dich:

  • Vertraue in erster Linie erst einmal dir selbst und deinem Gefühl.
  • Suche dir die Tools und die Methoden, die zu dir passen und dich bei bzw. mit der Arbeit an deinem Purpose gut fühlen lassen.
  • Experimentiere und trau’ dich deinen Impulsen zu folgen. Vielleicht lässt sich dein Purpose in einem neuen Keksrezept erst einmal besser ausdrücken, als nieder geschrieben auf Papier.
  • Denk daran, dass dein Purpose nicht zwangsläufig in Stein gemeißelt ist. Du veränderst dich und damit kann und darf sich auch dein Purpose ändern. Erlaube dir regelmäßig einzuchecken und nachzuspüren, ob es eine Justierung bedarf.
  • Suche dir Unterstützung durch Freunde, in einem Coaching oder auch mit Hilfe der Energiearbeit. Es ist so hilfreich und nährend, wenn Jemand anderes für dich den Raum für den Prozess hält, damit du ganz in deine Inhalte eintauchen kannst.

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