Monatsrückblick Rückblick

7 Gedanken im Juni

Selbstporträt von Katja Reetz mit ihrer Hündin Elli. Bei gucken in die Kamera und sprühen vor Lebensfreude.

Last Updated on 6. Juli 2026 by Katja Reetz Visualcoaching

Statt des klassischen Monatsrückblicks folge ich heute dem Impuls von Linda Kunze und frage mich: Welche 7 Gedanken sind mir im Juni begegnet? Manche davon kontinuierlich, andere als kurze Blitzlichter.

Es geht mir nicht um Bewertung, sondern um ehrliche Reflexion: Was hat mich bewegt? Was habe ich bewegt?

Der Monat war ein wilder Mix aus tiefgehenden Fragen, Sehnsucht, Innehalten und Wahrnehmen. Vielleicht schwingen beim Lesen deine eigenen Gedanken mit – oder einer meiner Impulse inspiriert dich dazu, ihn für dich weiterzudenken und zu bewegen.

Gedanke Nr. 1 – Meine Liebe zur Natur zeigt sich in den Details

Es ist der Übergang vom Frühling zum Sommer, in dem mich die Natur auf besondere Weise berührt. An dieser Schwelle scheinen meine Sinne anders geschärft:

  • Das Rauschen des Windes in den Baumkronen trägt mich mit.
  • Die Vielzahl der Gräser kitzelt meine Handflächen, während ich durch sie hindurchstreife.
  • Die Naturgewalt eines Gewitters erinnert mich an meine eigene Kraft.
  • Jedes Glühwürmchen entfacht mit seinem Licht ein Licht in meinem Herzen.
  • Die Hitze von 38°C lässt mich auf das Wesentliche konzentrieren und verschiebt meinen inneren Fokus.

Vielleicht liegt es daran, dass der Juni als Schwellenmonat mich daran erinnert, dass wir ständig im Wandel sind. Oder es liegt an den langen Tagen, die meine Sinne alles bewusster wahrnehmen lassen. Was auch immer es ist: Ich genieße diese Zeit.

Gedanke Nr. 2 – Gerichtete Kraft entsteht nicht, wenn ich versuche, es allen recht zu machen

Im Juni war ich für ein Graphic Recording gebucht, und hier hat sich das erste Mal gezeigt, dass sich meine innere Haltung und Einstellung zu dem, was ich tue, in diesem Jahr geschärft und verändert hat.

Bisher habe ich mich oft als Dienstleisterin gesehen, deren Aufgabe es ist, die Inhalte visuell in einem ansprechenden Bild festzuhalten. Daran ist generell auch nichts falsch. Es wird dem aber nur bedingt gerecht, was ich tatsächlich tue. Und es führt dazu, dass ich mich in Prozesse verwickeln lasse, die nicht meine sind.

Druck und ungesprochene Erwartungen auf Veranstaltungen nehme ich sofort wahr. Früher habe ich diese Anspannung oft unbewusst übernommen und versucht, sie für die Veranstalter:innen auszugleichen. In meiner alten Rolle als Graphic Recorderin war das anstrengend und ermüdend.

Heute sehe ich meine Aufgabe in der Visuellen Architektur: Ich bringe den Blick von außen und eine klare Neutralität mit in den Prozess. Genau hier entsteht meine größte Wirkkraft:

  • Präzision und Klarheit.
  • Unterscheidung zwischen relevant und irrelevant.
  • Benennen der Knackpunkte, an denen es hakt.

Das Ergebnis: Eine klare und kraftvolle Visualisierung, die langfristigen Mehrwert schafft.

Gedanke Nr. 3 – Klarheit in der Positionierung darf wachsen

Anfang des Monats habe ich einer Freundin auf ihre Frage, wie es beruflich läuft, geantwortet: „Ich habe das Gefühl, dass alles, was mich ausmacht, sich immer mehr verdichtet und in meinem Business zusammenfließt. Das zu erkennen, macht mich glücklich – und es zeigt sich im Außen an den Anfragen, die ich bekomme.“

Das zu spüren ist so befreiend, weil es dem widerspricht, was mir jahrelang eingeredet wurde. Es hat mich schon immer gewurmt, wenn vermeintliche Business-Gurus predigten: „Du musst dich spitz(er) positionieren!“ Ein Satz, bei dem ich ehrlicherweise direkt ausgestiegen bin, mit dem Gedanken: Du hast doch keine Ahnung…

Meine Stärke liegt schließlich genau in meiner Vielseitigkeit und der Fülle meiner Erfahrungen. Beides ermöglicht mir, Komplexität zu begegnen und in gerichtete Kraft zu verwandeln.

Zugegeben, dieser Prozess brauchte Zeit. Doch heute fügen sich die scheinbaren Gegensätze meines Lebenslaufes perfekt zusammen. Daraus entsteht eine messerscharfe Positionierung, für die ich keinen Teil von mir abschneiden muss. Und genau das ist das feste Fundament, auf dem ich heute stehe und wirke.

Gedanke Nr. 4 – Wie will ich alt werden?

Diese Frage treibt mich seit meinem Schweden-Aufenthalt um. Und ich stelle fest: Sie findet zu wenig Beachtung in unserer heutigen Gesellschaft.

Stattdessen flüchten wir uns (mich eingeschlossen) in Utopien, irgendwann einmal mit unseren liebsten Freunden in einer Dorfstruktur zu leben – ein Mix aus Urbanität und Natur, zusammen und doch jede:r für sich autark.

Der Haken an dieser Utopie: Sie wabert in einem unkonkreten, von der Realität entfernten Raum vor sich hin – und tut das in 20 Jahren vermutlich immer noch.

Also habe ich mir die Frage gestellt: Was kann ich heute konkret tun, um diesen Ort, an dem ich momentan lebe, so zu gestalten, dass er möglichst nah an diese Utopie heranreicht und ich hier alt werden kann?

Gedanke Nr. 5 – Statt gleich die ganze Welt zu retten

Der Buchtitel von Anthea Lawson „How not to save the world. Doing good without annoying everyone.“ bewegt gerade Welten in mir. Das Buch landet auf jeden Fall ganz oben auf meiner „To-Want-Liste“ für das dritte Quartal 2026.

Buchcover, des Buches "How not to save the world. Doing good without annoying everyone." Ich bin gespannt, wie sich die Gedanken aus dem Buch im Alltag zeigen.

Gedanke Nr. 6 – Urbanes Dorf: Warum Berlin mich überrascht hat

Aus beruflichen Gründen habe ich diesen Monat einen kurzen Abstecher nach Berlin gemacht – die Stadt, in der ich immerhin 25 Jahre gelebt habe, bevor ich vor vier Jahren zurück in den Teutoburger Wald gezogen bin.

Übernachtet habe ich bei einer Freundin in Pankow, an der Grenze zu Niederschönhausen. Und ich war absolut begeistert. Trotz der Sommerhitze war es dort im Norden extrem angenehm. Viel Grün, kleine Häuser, nahbare Menschen, gepaart mit dem typischen Berliner Flair. So lässt es sich in einer Metropole definitiv leben.

Insgesamt hat mich diese Zeit an meine ersten Berliner Jahre erinnert. Damals fand ich die Stadt genau deshalb so großartig, weil sie für eine Großstadt eine faszinierende, tiefenentspannte Energie hatte.

Gedanke Nr. 7 – Glaub dran.

Eine Karte aus dem Kartenset "Seelen-Impulse" auf einer stabilen Holzunterlage. Thema: Glaub dran. Diese Aufforderung löst ein Reihe positiver Gedanken in mir aus.
Auch die Zeichnung spiegelt, was möglich ist, wenn man dran glaubt.

Mit dem Ende des zweiten Quartals endet für mich immer auch ein Lebensjahr. Gleichzeitig öffnet sich damit der Ausblick auf das Neue.

Es ist inzwischen eine liebe Tradition, passend zu meinem Geburtstag eine Seelenimpuls-Karte zu ziehen. Die Botschaft für das kommende Lebensjahr lautet: „Glaub dran.“

Ich finde sie ungemein passend. Sie erinnert mich daran, dass ich das, was ich mir im letzten Jahr erarbeitet habe, nun in die Umsetzung bringen will – nicht schüchtern und zögerlich, sondern aus einer kraftvollen inneren Verkörperung heraus.

„Glaub dran“ wirft für mich aber auch grundlegende Fragen auf: Woran will ich glauben? Was ist es wert, daran zu glauben? Es ist die Erinnerung daran, dass es neben der reinen Bereitschaft und dem Willen immer auch den Glauben braucht, um wirklich etwas zu bewegen.

Daher gebe ich diese Fragen direkt an dich weiter:

  • Was ist es, woran du glaubst?
  • Gibt es einen Bereich in deinem Leben, der es verdient, dass du mehr an ihn glaubst?
  • Und was steht deinem Glauben an dich selbst am meisten im Weg?

Du willst komplexe Prozesse in gerichtete Kraft verwandeln und suchst den klaren Blick von außen für dein Projekt? Lass uns ins Gespräch kommen.

Strategische Gestaltung | Visuelle Architektur | Prozess-Energie

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