Last Updated on 10. März 2026 by Katja Reetz Visualcoaching
Der Februar 2026 war kein Monat der leisen Töne, sondern einer der bewussten Schnitte. Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne beobachte und Resonanz erzeuge. Doch in den letzten Wochen ist etwas Entscheidendes passiert: Aus dem Wunsch, alles zu verstehen, wurde die Notwendigkeit, klar zu entscheiden.
Zwischen dem radikalen Löschen einer App, dem harten Sparring mit künstlicher Intelligenz und dem Suchen nach Standfestigkeit in einer Welt, die sich ständig dreht, hat sich meine Perspektive geschärft. Dieser Rückblick ist mehr als eine bloße Aufzählung von Terminen – er ist die Dokumentation eines Weges weg vom reagierenden Grundrauschen hin zu einer neuen, gerichteten Energie.
Instagram ist out – Lang lebe Instagram!
Was soll ich sagen. Instagram und mich verbindet seit längere Zeit eine Art Hass-Liebe. Einerseits mag ich es, auf sehr unkomplizierte Weise meine Gedanken zu unterschiedlichen Themen zu teilen. Andererseits nervt es mich maßlos, dass ich schnell in eine Art Abhängigkeitsschleife gerate.
Anfang Februar habe ich noch gedacht (und das auch bewusst entschieden), dass es mir gelingt Instagram als eine Art Einbahnstraße zu benutzen. Ich teile Inhalte dort in Form von Reels, Stories und Postings. Interagiere mit Followern. Und that’s it. Kein stundenlanges Scrollen, keine Vergleiche, keine Infos, nach denen ich nicht gefragt habe.
Und Mitte Februar war mir dann mit einem Schlag klar: Ich weigere mich damit einfach nur zu akzeptieren, dass es vorbei ist. Also habe ich die App von meinem Telefon gelöscht. Und wie das so ist mit Beziehungsabbrüchen. Ich weiß, dass es die richtige Entscheidung ist und ein anderer Teil von mir hadert mit dieser Entscheidung. Statt ständig nur zu reagieren, fühlt es sich aber sehr gut an, wieder zu agieren. Denn
- es erhöht meine Konzentrationsfähigkeit
- es stärkt meine Präsenz
- keine sinnlose Zeitvergeudung mehr, die mich im Nachhinein ärgert
- mein Kontakt zu meinen Bedürfnissen hat sich deutlich gebessert
Und genau das ermöglicht mir, mich wieder auf das zu konzentrieren, was Wesentlich ist, statt mich mit Ablenkung zu betäuben.
KI als Sparringspartner für meine geschärfte Positionierung
Als kreativer Mensch stehe ich der inflationären Nutzung von künstlicher Intelligenz durchaus kritisch gegenüber. Im Februar ist dazu mein Blogbeitrag ‘Was die KI und mein innerer Schweinhund gemeinsam haben’ entstanden. Die Resonanz darauf war enorm – ich habe damit offensichtlich einen Nerv getroffen.
Doch kritische Hinterfragung bedeutet nicht Ablehnung. Für mich ist die entscheidende Frage: WIE nutze ich dieses Tool bestmöglich für meine Prozesse? Wo liegen die Vorteile, wo die Grenzen?
In Bezug auf meine Positionierung bietet mir die KI eine Chance: Sie ist das Werkzeug, mit dem ich mich an meiner eigenen Messlatte prüfe. Denn ich lerne gerade noch, meine neue Haltung zu verinnerlichen. Ich möchte weg vom bloßen ‘Verstehen’ und hin zur Autorität:
- Orientierung geben, statt ‘nur’ Resonanz zu erzeugen.
- Klar benennen, statt ‘nur’ aufzuzeigen.
- Entscheidungen ermöglichen, statt Sichtbarkeit zu schaffen.
- Richtungen gestalten, statt nur zu begleiten.
Die KI gibt mir hier gnadenloses Feedback. Sie weist mich darauf hin, wo ich an Präzision verliere und in alte Muster rutsche. So prüfe ich mich ständig selbst: Wofür stehe ich genau? Wo braucht es die klare Ansage und wo hat das abwägende Verständnis weiterhin seinen Platz?
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Stabilität in bewegten Zeiten
Wir leben in einer Zeit, in der das Außen laut und chaotisch ist. In solchen Momenten wird oft nach Stabilität gerufen. Doch Vorsicht: Stabilität bedeutet für mich nicht, sich an alte Gewohnheiten zu klammern oder im Gestern zu verharren.
Wahre Stabilität ist für mich die innere Achse, die es erst ermöglicht, sich in der Veränderung sicher zu bewegen. Wir befinden uns kollektiv in der sogenannten ‚Groan-Zone‘ – diesem extrem ungemütlichen Zwischenraum, in dem das Alte nicht mehr trägt und das Neue noch nicht sichtbar ist.
In diesem Zustand ist Stabilität kein Stillstand, sondern eine bewusste Richtungsentscheidung. Es geht darum:
- Die eigene innere Komplexität anzuerkennen.
- Die Energie zu bündeln, statt sie im Reagieren zu zerstreuen.
- Den Finger in die Wunde zu legen und der eigenen Wahrnehmung zu vertrauen.
Wenn wir in der Groan-Zone innehalten, tun wir das nicht, um zu warten, sondern um einzuchecken: Worum geht es wirklich? Was ist jetzt gerade dran? Erst aus dieser inneren Standfestigkeit heraus entsteht die Kraft, nicht nur zu begleiten, sondern aktiv zu gestalten.“
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Was im Februar 2026 sonst noch los war
- Ich habe einen Visualisierung-Workshop gegeben, der erneut bewiesen hat, welche Kraft freigesetzt wird, wenn wir uns mutig in Bewegung setzen. Statt sich hinter vermeintlichen Schwächen zu verstecken, haben wir aktiv Neues gelernt.
- Für das KulturEntwicklungsProgramm (KEP) Detmold habe ich den 4. Zukunftstisch Kulturelle Bildung visualisiert. Indem ich die komplexen Stränge der Diskussion in eine visuelle Architektur übersetzt habe, konnte ich die notwendige Klarheit liefern, damit zukunftsweisende Entscheidungen präzise getroffen wurden.
- In Köln habe ich beim Westermann-Verlag Impulse zu Selbstfürsorge und Stressprävention für Lehrkräfte gesetzt. Es war eine wichtige Demonstration dafür, dass echte Veränderung kein Zufallsprodukt ist, sondern mit der bewussten Entscheidung für den ersten Schritt beginnt.
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Was ich im Februar 2026 gebloggt habe
- “Monatsrückblick Januar 2026: Wie ich in der Januarstille Klarheit finden konnte”
- “Wendepunkt statt Sackgasse: Wie du durch innere Klarheit wieder handlungsfähig wirst”
- Was die KI und mein innerer Schweinehund gemeinsam haben und warum es sich lohnt ihr immer mal wieder den Rücken zu kehren.
Ausblick auf den März 2026
- Das Thema KI wird mich auch im März intensiv beschäftigen. Ich visualisiere eine spannende Diskussion und filtere präzise heraus, wo die wirkliche Prozess-Energie zwischen dem strategischen Vorstandsimpuls und der Umsetzung im Mittelstand liegt.
- In der Laborschule Bielefeld präsentiere ich das visualisierte Leitbild vor dem gesamten Kollegium. Hier wird auf einen Blick sichtbar, wie die gemeinsame Klarheit über Werte und Verhaltensanker zu einer gerichteten Kraft für die gesamte Organisation wird.
- Zum Ausgleich führt mich ein langes Wochenende in den Harz. Gemeinsam mit fünf inspirierenden Frauen geht es neben Erholung und Austausch vor allem um eines: Wie wir noch tiefer in unsere Verkörperung finden, um unsere Energie auch im Außen standfest zu halten.
Strategische Gestaltung | Visuelle Architektur | Prozess-Energie






