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Monatsrückblick Januar 2026: Wie ich in der Januarstille Klarheit finden konnte

Portrait Katja Reetz, mit Geber Mütze und geschlossenen Augen vor einer Kalksteinwand

Last Updated on 2. Februar 2026 by Katja Reetz Visualcoaching

Während die Business-Welt im Januar meist mit lauten Zielen und hektischem Aktionismus startet, habe ich mich für das Gegenteil entschieden: Stille. Denn für die Menschen, mit denen ich arbeite – Persönlichkeiten, die Tiefe gewohnt sind –, ist die größte Hürde oft nicht der Mangel an Ideen, sondern das unsortierte Rauschen im Kopf.

Mein Januar war kein Sprint, sondern ein bewusster Rückzug. Ich habe mich nicht „um“ mein Business gekümmert, sondern Raum geschaffen, damit es sich mir zeigen kann. In diesem Rückblick teile ich mit dir, wie ich durch das Innehalten und verschiedene „Brillen“ eine neue Form der Klarheit gewonnen habe. Es ist ein Bericht über den Mut zur Hingabe – und darüber, wie gerade im Nicht-Tun die Ordnung entsteht, die später kraftvolle Entscheidungen erst möglich macht.

Weitblick ohne Filter: Wie durch verschiedene Brillen das Wesentliche sichtbar wird

Januar ist für mich ein Monat der Stille. Statt mich mit Feuereifer ins Jahr zu stürzen geht es für mich im Januar vor allem darum inne zu halten und zu fühlen, was gefühlt werden will. Es nimmt den Druck alles schon wissen zu müssen und damit öffnet sich für mich ein Raum der Möglichkeiten.

Und genau dieser Raum der Möglichkeiten ist es, der mich anregt groß zu denken. Wie ein Eichhörnchen Nüsse sammelt, sammle ich Ideen für das anstehende Jahr. Dafür nutze ich ganz verschiedenen Brillen.

  • Die rosarote Brille – hier geht es um das, was mir Freude bereitet. Eine kindliche Freude, die wie Brausepulver schmeckt und sich anfühlt, wie barfuß durch morgenfrisches Gras zu laufen
  • Die Business-Brille – durch diese Brille werfe ich einen Blick auf mein Business. Passt die Website noch? Was ist mit meiner Positionierung? Mit wem will ich gerne zusammenarbeiten? Wo habe ich blinde Flecken? Und wie gelingt es mir sie dennoch zu entdecken?
  • Die Katja-Brille – wenn ich diese Brille aufsetze, dann lasse ich meiner Seele den Vortritt. Das ist eine Brille, die ein bisschen Übung braucht und wo die Hingabe ins Spiel kommt. Denn durch diese Brille gucke ich, ohne “wenn und aber“. Ohne Einschränkung durch Erwartungen, Rollen oder Verpflichtungen.
  • Die Weisheit-Brille – eine Brille, die ich sehr gerne mag. Denn diese Brille ermöglicht mir aus der Perspektive meines zukünftigen Ichs, auf Entscheidungen zu blicken, die im Hier & Jetzt anstehen.

Alle Brillen zusammen ermöglichen mir, ungefiltert und assoziativ zu sammeln. Erst im zweiten Schritt sortiere ich diese Komplexität, um handlungsfähige Entscheidungen zu treffen. (Dazu habe ich dir eine Anleitung zum Download zusammengestellt). Und Klarheit finden gelingt so, fast von alleine.

Das Nervensystem regulieren: Wenn aus Muße Schöpfungskraft entsteht

Wenn ich mir erlaube, loszulassen und mich dem Moment angstfrei hinzugeben, dann öffnet sich ein Raum für Kreativität. Mein Nervensystem fährt runter. Ich hänge weniger auf den sozialen Plattformen ab, auf der Suche nach kurzen Dopaminkicks. Und meine rosarote Brille liefert mir eine Menge Ideen, kreativ zu werden.

Ich habe Material für Leinwände gekauft, Acrylbinder und Pigmente und jetzt warten 4 bespannte Leinwände darauf, bemalt zu werden. Nicht unter Zeitdruck, sondern mit Muße. Das was sich zeigen will, darf nach und nach entstehen.

Stillleben bestehend aus Leinwand, Gläsern mit angemischter Farbe, einem Glas mit Pinseln, einem Hammer, einer Palette.
Statt Skizzen finden gerade Leinwand und Farben Platz auf meinem Schreibtisch – mein Weg, um jenseits von Tabellen und Terminen die nötige Klarheit zu finden.

„Meine Arbeit ist keine schöne Visualisierung, sondern eine Intervention: Sie macht sichtbar, was sonst vage bleibt – und zwingt zu ehrlichen Entscheidungen.“

Inspiration für Vieldenker: Drei Impulse über das Loslassen und die (Slow) Productivity

Im Januar habe ich eine Menge Zeit damit verbracht zu lesen. Die bewusste Entscheidung weniger online zu sein, hat dazu geführt, dass ich ein paar Bücher von meiner “Want-to-read-Liste” streichen konnte.

Buch Nr. 1 “Unfollow your dreams”

von Leander Greithmann stand ehrlicherweise gar nicht auf der Liste, sondern war ein Weihnachtsgeschenk. Es hat mich mit seinen Thesen genau dort abgeholt, wo ich gerade selber gedanklich unterwegs war. Fazit: Lohnt sich für Jede:n, der sich fragt, wohin uns unser ewig hohe Anspruch am Ende führt und ob es nicht sinnvoller ist, lieber den Moment zu genießen, statt unserer Träumen hinterherzutragen.

Buch Nr. 2 “Slow Productivity”

von Cale Newport. Mal davon abgesehen, dass es vom Sprachduktus sehr amerikanisch daher kommt, ist es ein Buch, dass ich empfehlen kann. Was mich vor allem überzeugt hat, war die Erkenntnis, dass wir als “Wissensarbeiter” allzu oft in eine Pseudoproduktivität verfallen, die für ein gutes Ergebnis oder eben gute Arbeit ziemlich hinderlich ist. Ein paar Tipps probiere ich gerade für mich aus. Z.B. die Liste mit Projektideen (hier darf alles drauf, was mir an Ideen so einfällt und durch den Kopf geht.) Parallel habe ich eine Liste angelegt, mit Projekten an denen ich momentan arbeite. Und das sollten laut diesem Buch nicht mehr als drei bis vier parallele Projekte sein.

Das entspannt mich total, weil ich endlich das Gefühl habe, ich muss meine Ideen nicht generell aussortieren, sondern darf sie erst einmal sammeln und dann schauen, ob und wann sie es auf die Umsetzungsliste schaffen.

Buch Nr. 3 “Experiment Hingabe”

Von Michael A. Singer. Sehr “amerikanisch”, sehr 90er Jahre, sehr aus der Sicht eines weißen, priviligierten Mannes geschrieben. Und dennoch vermittelt der Autor eine spannende Grundhaltung: Sich vollkommen dem Fluß des Lebens hinzugeben.

Ich bin weit davon entfernt, mich vollkommen hinzugeben. Und mein kleiner Monk im Kopf springt alleine bei dem Gedanken sofort an und will mich zurückpfeifen. Und gleichzeitig spüre ich, dass die Idee der Hingabe dazu führt, mich zu fragen, wo und warum die Kontrolle für mich nach wie vor ein wichtiger Faktor ist.

Drei Bücher, von oben fotografiert. Unfollow your Dreams (roter Schriftzug auf rosa Cover), Slow Productivity (Motiv = Meditierender Mann vor Berglandschaft), Experiment Hingabe (gelber Text auf blauem Meermotiv)
Diese drei wirklich empfehlenswerte Bücher haben mich durch den Januar begleitet.

Sichtbare Ergebnisse: Wenn innere Ordnung Form annimmt

Auch wenn der Fokus auf der Stille lag, sind konkrete Ergebnisse entstanden:

  • Die Broschüre “Heilnetz auf die Hand” ist gedruckt und verteilt und informiert nun auf eine sehr hochwertige Weise über ganzheitliche Angebote in Ostwestfalen Lippe
  • Kreativität als Schlüssel für mehr Selbstbewusstsein – diesen Titel hatte der erste Workshop, den ich in diesem neuen Jahr gegeben habe. Weiteren Angbote findest du HIER!

Vertiefung: Gedanken zu Weitung, Hingabe und ehrlichen Entscheidungen

Im Januar habe ich folgende Themen für dich vertieft:

Vom Innehalten ins Handeln: Klarheit für den nächsten Schritt

  • Passend zum Start des chinesischen Feuerpferd-Jahr findet meine erste Gedankenkritzelei am 16.02.2026 statt. Wenn du das Rauschen in deinem Kopf sortieren, mit Altem abschließen und Komplexität in handlungsfähige Entscheidungen überführen willst, dann sei dabei.
  • Das zweites Highlight ist mein Fachvortrag: Lehrergesundheit (Westermann Verlag). Hier spreche ich über die mentale Entlastung von Lehrkräften. Als Coach und Visual Facilitator zeige ich auf, wie visuelle Strategien dabei helfen, den hochkomplexen Schulalltag zu entzerren.

Fazit: Der Januar war kein Stillstand, sondern das Fundament für die Weite des kommenden Jahres. Ich habe gelernt, dass Hingabe nicht bedeutet, die Kontrolle zu verlieren, sondern den Raum zu öffnen für das, was wirklich ansteht. Wer Komplexität nicht nur vertiefen, sondern in stimmige Entscheidungen überführen will, braucht genau diesen Mut zum Innehalten. Ich starte sortiert, weit und mit klarer Ausrichtung in den Februar.

P.S.: Willst du für deine anstehenden Entscheidungen im Jahr 2026 ebenfalls echte Klarheit finden? In meiner Begleitung ordnen wir das Rauschen und machen den Weg frei für stimmige nächste Schritte.

1 Kommentar Neues Kommentar hinzufügen

  1. Liebe Katja,

    die Ruhe im Sinne von Nichttun habe ich erst letztes Jahr für mich entdeckt, als ich auch die inneren Themen für mich klar hatte. Vorher war das – das weiß ich allerdings erst im Rückblick – einfach nicht möglich. Ich finde es toll, dass Du Dir den Januar ganz bewusst dafür nimmst.
    Und mir gefallen Deine „Brillen“. Die Weisheits-Brille mag ich total gerne und mit der Seelen-Brille übe ich gerade noch. Jetzt, wo ich konkreter weiß, was meine Seele möchte.

    Unfollow your dreams hört sich spannend an. Mit seinem anderen Buch (ich weiß den Titel nicht mehr) hatte er mich nicht abgeholt, aber das hier hört sich interessant an. Experiment Hingabe ist mein Lieblingsbuch. Ich weiß nicht, wie oft ich das schon gelesen habe, und ich finde es wunderbar. Es gibt diese andere Ebene. Ob wir das wollen oder nicht 😉

    Es war mir eine Freude, Dich kennenzulernen.

    Liebe Grüße
    Marita

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